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Dubby 2008



Konzerte sind in Vorbereitung.

Wir suchen aktuell einen Drummer, der die Reggae-Vibes im Blut und in den Händen hat. Also los - meldet euch!


Hier die Bilder von "10 Jahre Dub Voyagers" im
Sudhaus, Tübingen am 03.06.2005

Alle Galerien im Überblick gibt es hier.

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Koprojekt

Sindelfinger / Böblinger Zeitung

Leben & Kultur
27.04.2005
Bass sorgt für wohliges Pluckern im Magen
Sindelfingen: Die Tübinger Formation Dub Voyagers überrascht mit deutschen Texten zu Reggae-Rhythmen im Pavillon der IG Kultur

Von unserem Mitarbeiter Matthias Staber Dass deutsche Texte ganz wunderbar zu Reggae-Rhythmen passen, hat die Tübinger Formation Dub Voyagers bei der IG Kultur im Sindelfinger Kulturpavillon demonstriert. In Kombination mit einer Vorliebe für ungewöhnliche Samples präsentiert sich deren Sound als hochspaßige und extrem tanzbare Mischung aus Deutschpop und Dancehall-Sound.

Natürlich sind die Dub Voyagers nicht die Ersten, die eine launige Mischung aus dezent ironischen deutschen Texten und Reggae-Rhythmen schmieden. "Ein großes Vorbild für uns sind Seed aus Berlin", nennt Keyboarder Andreas Konitzer die vielleicht berühmteste deutsche Reggae-Formation als Vorbild.

Wer hier bei der Genrebezeichnung "Reggae" an sozialpädagogischen Betroffenheits-Barfußtanz in wehendem Batikrock, oder an verkniffenen, politisch motivierten Haschischkonsum denkt, geht fehl. "Natürlich sind solche Sachen wie Peter Tosh oder Bob Marley irgendwie okay", grenzt Konitzer ab, "diese Arte Reggae hat aber mit unserer Musik nichts zu tun."

Vielmehr beziehen sich die sieben Musiker der Dub Voyagers mit ihrer Musik auf Dancehall-Reggae und Dub. Folgerichtig findet sich neben den obligatorischen Bläsern und den fetten Basslinien in ihrem Sound allerhand ausgelassenes elektronisches Gefrickel und haufenweise Samples.

"Natürlich haben wir auch Elemente des Dub", sagt Markus Beschorner, Posaunist und Sänger, "aber anstatt extrem langer instrumentale und reduzierte Passagen einzubauen, haben wir das Tempo etwas angezogen, um das Ganze tanzbarer und auch spaßiger zu machen." Doch damit nicht genug: Auch aus Hip-Hop und Ska borgen sich die Dub Voyagers, was sie brauchen können.

Das Ergebnis macht Riesenlaune: Während ein Sample aus einem Schulmädchen-Film der Siebziger über die Gefahren sexuell aggressiver Jungs aufklärt, "Vorsicht, wenn ein Junge gleich beim ersten Mal küssen will", oder bizarre Momente des Verkaufsfernsehens aufs Ohr knallt, und die Basslinien ein wohliges Pluckern im Magen verursachen, eingerahmt von scharfen Bläserstößen, erklärt Sänger Markus Beschorner kurz mal eben seine Welt aus Fernsehen, Eis kaufen, Mädchen treffen oder einfach nur abhängen.

Musik für gute Laune

" Auf keinen Fall politisch" seien seine Texte, erklärt Beschorner: "Es sind Geschichten aus dem Alltag, Liebesgeschichten, oder Dinge, die mir einfallen, wenn ich durch Tübingen spaziere." "Wir lieben Hörspiele", sagt Andreas Konitzer beinahe schon entschuldigend, wenn die Sprache auf die bizarren verwendeten Samples kommt.

Albern ist das manchmal, zuweilen auch etwas extrem studentisch augenzwinkernd, meist jedoch tatsächlich richtig lustig und Partylaune verbreitend. Gute Laune-Musik eben.



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